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    Der Löwe

    Er steht für den "König der Tiere". Er strahlt Macht, Charakter, Kraft, Stärke, Mut, Ruhe aber auch Gefahr aus.

    Die älteste Skulptur (über 30.000 Jahre alt) die einen Löwenmenschen (der Körper eines Menschen und den Kopf eines Höhlenlöwen) darstellt, findet man in der Höhle Hohlenstein-Stadel in Baden-Württemberg. Sie ist ca. 30 cm hoch und aus Mammutelfenbein geschnitzt. Evtl. verkörpert sie eine Gottheit dieser Zeit.

    Den Löwen findet man auf vielen Wappen. Er ist z.B. das Wappentier von Hessen, Husum, Zürich, Aquitanien und Montenegro.

     

    Mythologie:

    Auch in der griechischen Mythologie spielt der Löwe eine große Rolle:

    Als eine Menschen fressende Bestie wurde der Nemeische Löwe dargestellt. Es war eine der 12 Aufgaben des Herakles, ihn zu töten.

    Auch in der Geschichte von Androkles wird von Löwen erzählt. In der Fabel des Äsop zieht ein Sklave einem Löwen einen Dorn aus der Pfote. Als der Sklave später den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurde, erkannte das Tier ihn wieder und fraß ihn nicht.

    Auch in Ägypten wurden Pharaonen als Sphinxen dargestellt. Dies sind Löwen mit menschlichem Kopf. Das berühmteste dieser Kunstwerke ist die Sphinx von Gizeh. Des Weiteren wurden auch Dedun, der oberägyptische Gott des Reichtums, und Sachmet als Göttin mit einem Löwenkopf  verehrt.

     

     

    Es gibt auch Sternenbilder, die nach dem Tier benannt wurden: den Löwen und den Kleinen Löwen.

     

    Der Löwe ist nach dem Tiger die zweitgrößte Katze der Welt. Er ist das zweitgrößte Landraubtier in Afrika.

    Ein Löwenmännchen wird bis zu 1,20 m hoch (Schulterhöhe). Der Schwanz ist etwa einen Meter lang. Sie können bis zu 2,50 lang werden (Kopf-Rumpf-Länge) und wiegen im Durchschnitt 225 kg. Des Weiteren hat der männliche Löwe die typische Mähne. Je dunkler und länger die Mähne ist, desto besser ist die Verfassung des Tiers. Auch das Klima hat Einfluss auf die Größe und Dichte der Mähne. So haben Löwen in kälteren Gebieten eine dickere und größere Mähne als Tiere die in wärmeren Teilen der Welt leben.

    Es dauert bis zu fünf Jahre, bis dem Junglöwen eine vollständige Mähne gewachsen ist. Außerdem haben Junglöwen auf ihrem ganzen Körper schwarze Stellen, die aber im Laufe des Lebens entweder komplett verschwinden oder maximal verblassen, so dass man sie nur noch aus der Nähe erkennen kann.

    In der schwarzen Schwanzquaste befindet sich ein zurückgebildeter Wirbel, den man auch Hornstachel nennt.

     

    Weibliche Löwen werden bis zu 1,75 m lang (Kopf- Rumpf-Länge) und haben eine Schulterhöhe von bis zu 1m. Sie bringen ein Gewicht von bis zu 150 kg auf die Waage und ihr Schwanz ist mit 85 cm deutlich kleiner als der der Männchen.

     

    Das Fell von Löwenweibchen wie auch das der Männchen ist kurz, sand- bis ocker – farben, wobei die Beininnenseiten und der Bauch immer heller sind als der Rest des Körpers.

     

    Es kommen auch weiße Löwen vor, die allerdings keine Albinos sind, da ihnen die roten Augen fehlen. Die weiße Fellfarbe wird rezessiv vererbt. Da es für weiße Löwen in der Wildnis eindeutig schwerer ist zu existieren (sie sind für potenzielle Beutetiere viel schneller zu erkennen), gibt es nicht viele dieser Tiere.

    Auch gibt es Hinweise auf Melanismus, d.h. auf schwarze Löwen. Dafür gibt es jedoch keinen Beweis.


    Heute leben die größten Löwen im südlichen Afrika und die kleinsten in Asien.
    Man nimmt an, dass der Löwe im 1. Jahrhundert n. Chr. in Europa ausstarb. Er war auch in Vorderasien, Indien und natürlich in großen Teilen Afrikas heimisch. Heute lebt der Löwe hauptsächlich im südlich der Sahara gelegenen Teil Afrikas. In den 1940er Jahren starb das Tier nördlich der Sahara aus. Auch in Asien gingen die Bestände der Löwen im 20. Jahrhundert soweit zurück, dass er dort fast ausgestorben ist. Der Rest der noch in Asien existierenden Tiere findet sich im Gir - Nationalpark in Indien.

    Der Lebensraum des Löwen ist bevorzugt die Savanne, aber er kommt auch in Halbwüsten und Trockenwäldern vor. In den trockensten Wüsten oder in Regenwäldern trifft man ihn gar nicht an.

    Tiger

    Der Tiger ist die größte Wildkatze der Welt. Gleich nach ihr listet sich der Löwe.

    Tiger haben in der Regel eine niedrigere Schulterhöhe als Löwen, sind jedoch länger.

    Tiger sind in Asien verbreitete Großkatzen, die aber mittlerweile aus den meisten ehemaligen Verbreitungsgebieten vertrieben worden sind. Auch die meisten Unterarten sind heute ausgestorben.

    Charakteristisch sind die schwarzen Streifen auf dem goldbraunen Fell des Tieres.

    Verbreitet ist der Tiger heute in Indien, Südostasien China, auf Sumatra und in Sibirien.

    Tiger leben hauptsächlich in Wäldern, da sie das Dickicht zur Tarnung benötigen. Sie leben in borealen Nadelwäldern, in tropischen Regenwäldern und in Laubwäldern.

    Laut dem WWF (2004) gibt es noch max. 500 Sumatra-Tiger, 30 Südchinesische Tiger, 1800 Indochinesische Tiger, 4500 Bengaltiger und 450 sibirische Tiger.

    Stand: 21. Juli 2010, 8294 mal gelesen

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